Geschlechtshormonmangel der Frau

Typische Symptome sind unregelmäßige oder ausbleibende Menstruationsblutungen (Oligomenorrhö, Amenorrhö), unerfüllter Kinderwunsch (Infertilität), Einschränkung der sexuellen Lust (Libido), Scheidentrockenheit oder Hitzewallungen.

 

Zu den auslösenden Erkrankungen zählen vorzeitige Wechseljahre (premature ovarian failure, POF), adrenogenitales Syndrom, Turner-Syndrom, Untergewicht (z. B. bei Essstörungen, Leistungssport), Erkrankungen der Nebenniere sowie Tumoren der Hirnanhangsdrüse oder der Eierstöcke. Bestehen begleitende Symptome, die auf ein Ungleichgewicht zwischen männlichem und weiblichem Geschlechtshormon hinweisen wie vermehrter Haarwuchs (Hirsutismus), Haarausfall am Kopf (Alopezie) oder Akne wird als häufigste Ursache ein polyzystisches Ovarsyndrom (PCOS) diagnostiziert.

 

Ein Geschlechtshormonmangel bei der Frau vor dem 50. Lebensjahr sollte im Hinblick auf die Stabilität der Knochen behandelt werden. Die Therapie kann mit einem Hormonersatzpräparat oder einer Anti-Baby-Pille erfolgen, die Kosten trägt in diesem Fall die Krankenversicherung. Beim PCOS stellt die Gewichtsnormalisierung für übergewichtige Frauen das erste Behandlungsziel dar. Liegen Gründe vor, die gegen eine Therapie mit weiblichem Geschlechtshormon sprechen, können zur Behandlung des Hirsutismus andere Medikamente oder lokale Maßnahmen eingesetzt werden. Bei Kinderwunsch kann Metformin zu einer Verbesserung der Zyklusregelmässigkeit beitragen. Weitere Therapien werden in gynäkologischen oder spezialisierten Kinderwunschsprechstunden durchgeführt.

 

 

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