Screening ÜbergewichtÜbergewicht und Adipositas sind inzwischen eine weltweite Epidemie. 1,3 Milliarden Menschen sind übergewichtig. Es ist nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern führt, je nach Ausmaß, zu einer Reihe krankhafter Stoffwechselveränderungen, die wiederum die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Krebserkrankungen und Arthrosen begünstigen.
Besonders gesundheitsschädlich ist das Fettgewebe im Bauchraum, da die Fettzellen dort selbst verschiedene Entzündungsstoffe bilden wie Tumornekrosefaktor-Alpha (TNF-Alpha) und C-reaktives Protein (CRP). Bei Übergewichtigen sind deshalb häufig die Entzündungsmarker im Blut erhöht. Übergewicht ist aufgrund eines verminderten Ansprechens der Zellen auf Insulin (Insulinresistenz) als Vorstufe des Diabetes mellitus anzusehen. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass bei Übergewichtigen recht häufig Mikronährstoffdefizite nachweisbar sind, welche die krankhaften Stoffwechselveränderungen verstärken und ein Abnehmen erschweren. Eine gezielte Therapie mit Mikronährstoffen kann hier helfen.
Bei Übergewicht ist auch die Bestimmung verschiedener Hormone, Entzündungsmediatoren und anderer Laborparameter sinnvoll, um das bestehende gesundheitliche Risiko und Fehlregulationen des Organismus richtig einschätzen und das Abnehmen unterstützen zu können.


StoffwechselparameterHbA1c ist ein aussagekräftiger Langzeitparameter zur Beurteilung der Blutzuckereinstellung. Es ist das so genannte „Blutzuckergedächtnis“ der roten Blutkörperchen.
Die Parameter Fibrinogen, Ferritin und hsCRP dienen zur Beurteilung der Entzündungsneigung. Bei Übergewicht besteht eine geringe chronische Entzündung mit all ihren negativen Folgen für Herz-Kreislauf, Gelenke und Stoffwechsel.
Serotonin ist ein wichtiger Botenstoff im Nervensystem, der aus der Aminosäure Tryptophan gebildet wird. Serotonin ist u.a. an der Regulierung von Appetit und Stimmung beteiligt. Ein Serotoninmangel kann zu einem vermehrten Verlangen nach Kohlenhydraten führen und dadurch eine Gewichtszunahme begünstigen.


HormoneDie so genannten Schilddrüsenhormone TSH, fT3 und fT4 regulieren wesentlich den Grundumsatz des Körpers. Eine Unterfunktion kann zu Übergewicht führen.
Cortisol ist ein wichtiges Stoffwechselhormon, das in der Nebennierenrinde gebildet wird. Es wird bei Stresszuständen jeder Art vermehrt ausgeschüttet. Bei chronischen Stresszuständen sind die Cortisolspiegel oft dauerhaft erhöht, was zur Entstehung von Übergewicht und zur Insulinresistenz führen kann.
Aldosteron steigert die Rückresorption von Natrium in die Nieren und kann dadurch Wasser im Körper zurückhalten.


Mikronährstoffe-AminosäurenArginin spielt eine zentrale Rolle für die Regulierung der Durchblutung. Es fördert die Ausschüttung des Wachstumshormons, das für den Fettabbau benötigt wird.
Ein Cysteinmangel begünstigt den Muskelabbau und die Zunahme des Körperfettanteils. Cystein ist ein Vorläufermolekül für Glutathion, das wichtigste Antioxidans in der Zelle.
Methionin ist ein Baustein des Carnitins und wird für die Synthese von Adrenalin benötigt, das fettabbauend wirkt. Eine gute Methioninversorgung kann einer Fettleberbildung entgegenwirken.
Phenylalanin und Tyrosin sind Vorstufen von Dopamin, Noradrenalin, Adrenalin sowie der Schilddrüsenhormone.
Tryptophan ist die Ausgangssubstanz für die Serotoninsynthese. Ein Tryptophanmangel kann zu Heißhungerattacken führen.
Taurin verbessert den Leberstoffwechsel und fördert die Cholesterinausscheidung; es wirkt immunstimulierend und antioxidativ.


VitamineIn verschiedenen Studien zeigte sich: Je höher das Körpergewicht, desto niedriger liegen die Vitamin-C-Werte.
Carnitin ist für die Fettverbrennung erforderlich. Bei einem Carnitinmangel kann Fett nicht ausreichend verbrannt werden. Carnitinsupplemente können eine Gewichtsreduktion erleichtern – bei gleichzeitiger Kalorieneinschränkung und Bewegung.


Elektrolyte, Mineralien und SchwermetalleChrom ist für die Regulierung des Blutzuckerstoffwechsels erforderlich.
Magnesiummangel erhöht die Wahrscheinlichkeit für das metabolische Syndrom.
Übergewicht ist sehr häufig mit einem Zinkmangel assoziiert, was u.a. die erhöhte Infektanfälligkeit bei Übergewichtigen erklären kann.
Bei übergewichtigen und adipösen Personen waren die Selenspiegel in verschiedenen Studien niedriger als bei normalgewichtigen.
Erhöhte Schwermetallkonzentrationen - Blei, Quecksilber, Aluminium- können den Energiestoffwechsel der Zelle stören und sind Risikofaktoren für gefährliche Folgeerkrankungen des Übergewichts.

Eine gezielte Ergänzung mit Mikronährstoffen hilft auf dem Weg zum Wohlfühlgewicht.